Inhalt: Der große Bernsteinbäder Usedom Guide
- Willkommen in der goldenen Mitte Usedoms
- Was sind die Bernsteinbäder eigentlich?
- Vom Fischerdorf zum Geheimtipp: Ein Blick zurück
- Zempin: Ruhe zwischen den Wassern
- Koserow: Das Herz der Bernsteinbäder
- Loddin & Kölpinsee: Wo Natur den Takt vorgibt
- Ückeritz: Wald, Weite und Künstler
- Aktivitäten für Familien, Paare und Entdecker
- Anreise: So kommen Sie entspannt an
- Fazit: Welches Bernsteinbad passt zu mir?
Willkommen in der goldenen Mitte Usedoms – Die Bernsteinbäder
Wer an Usedom denkt, hat oft sofort die prunkvollen Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin im Kopf. Große Villen, volle Promenaden, Sehen und Gesehen werden. Doch es gibt ein anderes Usedom. Ein Usedom, das ursprünglicher ist. Ein bisschen wilder, deutlich grüner und – wenn Sie mich fragen – ehrlicher. Willkommen in den Bernsteinbädern Usedom.
Als jemand, der diese Insel seit über 30 Jahren kennt, jeden Schleichweg durch den Küstenwald abgelaufen ist und weiß, wo man das beste geräucherte Heilbutt-Filet bekommt, kann ich Ihnen sagen: Die Bernsteinbäder – das sind Zempin, Koserow, Loddin (mit Kölpinsee) und Ückeritz – sind der Ort, an dem die Seele der Insel wohnt. Hier, an der schmalsten Stelle der Insel, berühren sich Ostsee und Achterwasser fast. Die Natur ist hier der Hauptdarsteller, nicht die Architektur.
Für uns bei Traumdomizil Usedom sind diese vier Orte mehr als nur Postleitzahlen. Es sind Rückzugsorte für Menschen, die im Urlaub nicht den Trubel suchen, sondern das Rauschen der Kiefernwälder und den weiten Blick über das Meer. Egal ob Sie als Single eine Auszeit suchen, mit der Familie Sandburgen bauen wollen oder den Hund dabei haben: Dieser Guide ist Ihr Kompass für die schönste Zeit des Jahres.
⚓ Traumdomizil Experten-Tipp: Wann ist die beste Zeit?
Für Familien: Ganz klar der Sommer (Juli/August), wenn die Ostsee Badetemperatur hat. Die Strände in den Bernsteinbädern sind oft breiter und weniger überlaufen als in den Kaiserbädern.
Für Genuss-Urlauber & Paare: Kommen Sie im September oder Mai. Das Licht ist goldener, die Luft klarer („Bernsteinwetter“) und Sie haben die Radwege fast für sich allein.
Was sind die Bernsteinbäder eigentlich?
Der Begriff „Bernsteinbäder“ ist mehr als nur ein schöner Marketing-Name. Er verbindet vier Seebäder, die geografisch wie Perlen an einer Schnur in der Mitte der Insel Usedom aufgereiht sind. Sie liegen genau dort, wo die Insel ihre Taille hat – an der schmalsten Stelle bei Lüttenort ist das Land zwischen der offenen Ostsee und dem ruhigen Achterwasser nur wenige hundert Meter breit.
Das prägt den Charakter dieser Region massiv. Nirgendwo sonst auf Usedom haben Sie die Möglichkeit, den Sonnenaufgang über der Ostsee zu genießen und am selben Abend, nur einen kurzen Spaziergang entfernt, den Sonnenuntergang über dem Achterwasser zu bestaunen. Das ist ein Naturphänomen, das selbst mir nach drei Jahrzehnten immer noch Gänsehaut bereitet.
Im Gegensatz zu den städtisch geprägten Kaiserbädern oder dem trubeligen Inselnorden (Zinnowitz), haben sich die Bernsteinbäder ihren dörflichen Charme bewahrt. Hier finden Sie noch reetgedeckte Fischerkaten neben modernen Ferienhäusern. Die Wälder reichen oft bis direkt an die Dünenkante heran. Es ist diese Kombination aus Wald, Wasser und Weite, die unsere Gäste bei Traumdomizil Usedom so schätzen.
Vom Fischerdorf zum Geheimtipp: Ein Blick zurück
Um die Bernsteinbäder zu verstehen, muss man kurz in die Geschichte eintauchen. Keine Sorge, ich langweile Sie nicht mit Jahreszahlen, aber der Kontext ist wichtig. Bevor der Tourismus kam, waren Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz harte Arbeitsorte. Hier lebten Fischer und Bauern, die dem sandigen Boden und der launischen See ihr Überleben abtrotzten.
Das „Gold des Meeres“, der Bernstein, spielte hier schon immer eine Rolle. Nach Stürmen, besonders wenn der Wind aus Nord-Ost peitscht und das Wasser aufwühlt, wird das fossile Harz hier besonders häufig an den Strand gespült. Die Geologie hilft dabei: Die Steilküsten, besonders am Streckelsberg in Koserow, sind natürliche Bernstein-Lieferanten.
Der Tourismus entwickelte sich hier sanfter und später als in den Kaiserbädern. Während dort der Adel flanierte, zogen die Bernsteinbäder in den 1920er und 30er Jahren vor allem Künstler an. Maler wie Otto Niemeyer-Holstein suchten (und fanden) in Lüttenort bei Koserow die Einsamkeit und das besondere Licht. Diese künstlerische, intellektuelle Note spürt man bis heute, besonders in Ückeritz und Koserow. Es ist ein unaufgeregter Tourismus gewachsen, der nicht auf Prunk setzt, sondern auf Authentizität.
🌿 Für Geschichts-Entdecker & Senioren
Ein absolutes Muss ist ein Besuch im Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort (zwischen Koserow und Zempin). Der Garten und das Atelier sind ein magischer Ort der Ruhe, wo Kunst und Natur verschmelzen. Ein idealer Ausflug abseits des Strandtrubels.
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Zempin: Ruhe zwischen den Wassern – Das kleinste Seebad
Wenn Gäste mich bei Traumdomizil Usedom fragen: „Wo ist es denn am ruhigsten? Wo kann ich wirklich abschalten?“, dann lautet meine Antwort fast immer: Zempin. Als das kleinste der Seebäder wird Zempin oft übersehen oder beim Durchfahren auf der B111 nur als kurze Unterbrechung des Waldes wahrgenommen. Ein fataler Fehler. Denn wer hier nicht anhält, verpasst den wohl ursprünglichsten Charakter der Insel.

Zempin ist kein Ort für Partygänger oder Shopping-Queens. Es gibt keine Seebrücke (die finden Sie im Nachbarort Koserow), und die „Skyline“ besteht hier nicht aus Hotelburgen, sondern aus Kiefernwipfeln. Zempin ist der Ort für Puristen. Hier ticken die Uhren spürbar langsamer.
Zwei Seelen in einer Brust: Ostsee und Achterwasser
Das Faszinierende an Zempin ist seine Zweiteilung. Der Ort liegt an einer der schmalsten Stellen Usedoms. Das bedeutet für Ihren Urlaub einen Luxus, den Sie in Bansin oder Ahlbeck so nicht haben: Sie können fußläufig zwischen zwei völlig unterschiedlichen Welten pendeln.
Auf der einen Seite haben Sie den breiten, feinsandigen Ostseestrand. Die Promenade ist hier keine Betonmeile, sondern ein befestigter Weg hinter der Düne, gesäumt von Küstenwald. Hier hören Sie das Meer, noch bevor Sie es sehen. Der Strandabfall ist meist flach, was Zempin bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt macht – das Planschen ist hier vergleichsweise sicher.
Nur etwa 10 bis 15 Gehminuten entfernt liegt die andere Seite: Das Achterwasser. Hier liegt der historische Kern des ehemaligen Fischerdorfes. Hier finden Sie noch über 40 reetgedeckte Häuser, die sich eng aneinanderkuscheln, als müssten sie sich vor dem Wind schützen. Der kleine Hafen am Achterwasser ist ein Idyll. Es riecht nach Schilf und Brackwasser, Enten dümpeln vor sich hin, und der Blick geht weit hinüber zum Festland.
Mein persönlicher Tipp: Kaufen Sie sich morgens ein frisches Fischbrötchen an den Salzhütten am Strandvorplatz, verbringen Sie den Tag an der Ostsee, aber gehen Sie zum Sonnenuntergang unbedingt an den Achterwasserhafen. Die Stille dort, wenn die Sonne rot im Schilfgürtel versinkt, ist unbezahlbar.
Kulinarik und Kultur: Ehrlich und Nordisch
In Zempin finden Sie keine Sterne-Gastronomie mit Chichi, aber dafür ehrliche Küche. Besonders hervorzuheben sind die Fischrauchereien. Da wir uns hier in einem alten Fischerdorf befinden, wird Tradition noch großgeschrieben. Der Fisch kommt oft direkt vom Kutter.
Kulturell bietet das „Uns olle School“ (Unsere alte Schule) einen spannenden Einblick in das harte Leben der Fischer von früher. Es ist kein riesiges Museum, durch das man stundenlang läuft, sondern eine kleine, liebevoll kuratierte Ausstellung, die einem Respekt vor der Geschichte dieses Ortes einflößt. Zudem gibt es einen Gedenkpfad für den Maler Otto Niemeyer-Holstein, der Zempin und Lüttenort untrennbar mit der Kunstgeschichte Usedoms verbunden hat.
⚓ Traumdomizil Insider-Tipps für Zempin
🐕 Für Urlauber mit Hund:
Zempin ist extrem hundefreundlich. Der Hundestrand liegt etwas abseits der Hauptzugänge, was bedeutet: Viel Platz zum Toben! Zudem ist der Küstenwald hier sehr weitläufig. Ein Spaziergang Richtung Zinnowitz durch den Wald ist auch an heißen Tagen für Vierbeiner angenehm kühl.
🚴 Für Radfahrer & Aktive:
Starten Sie in Zempin Ihre Tour auf dem Deich Richtung Koserow. Sie fahren am Lüttenort vorbei – der schmalsten Stelle der Insel. Hier spüren Sie die Elemente von beiden Seiten. Der Radweg ist hervorragend ausgebaut und auch für Senioren mit E-Bikes bestens geeignet.
👨👩👧👦 Für Familien:
Nutzen Sie den Naturlehrpfad rund um Zempin. Er ist nicht zu lang für kurze Kinderbeine und erklärt spielerisch die Flora und Fauna zwischen Ostsee und Bodden. Starten können Sie direkt am Kurplatz.
Koserow: Das Herz der Bernsteinbäder & das Gold des Meeres
Wenn Zempin der ruhige Introvertierte der Familie ist, dann ist Koserow der charmante Gastgeber, der immer eine Geschichte auf Lager hat. Koserow liegt ziemlich genau in der Mitte der Usedomer Außenküste und bildet das unbestrittene Zentrum der Bernsteinbäder. Für viele unserer Stammgäste bei Traumdomizil Usedom ist dieser Ort die erste Wahl, weil er die perfekte Infrastruktur mit spektakulärer Natur verbindet.

Koserow ist der Ort der Kontraste. Hier treffen flache Dünenlandschaften auf schroffe Steilküsten, und moderne Architektur (wie die neue Seebrücke) steht nur wenige Meter entfernt von jahrhundertealten Salzhütten. Wer Abwechslung sucht, ohne jeden Tag ins Auto steigen zu müssen, ist hier genau richtig.
Der Streckelsberg: Dem Himmel ein Stück näher
Man kann nicht über Koserow schreiben, ohne den Streckelsberg zu erwähnen. Mit rund 58 Metern ist er die höchste Erhebung an der Usedomer Außenküste. Für Flachlandtiroler mag das nach einem Hügel klingen, aber wenn Sie oben stehen, verstehen Sie die Faszination. Der Aufstieg durch den dichten Buchenwald ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Im Frühjahr breitet sich hier ein Teppich aus Leberblümchen aus, im Herbst leuchtet das Laub golden.
Oben angekommen, bietet sich Ihnen einer der besten Ausblicke der gesamten Insel. Bei klarem Wetter – unserem berühmten „Bernsteinwetter“ – schauen Sie über die Ostsee bis zu den Kreidefelsen der Schwesterinsel Rügen und zur Greifswalder Oie.
Ein Wort der Warnung vom Experten: Die Steilküste ist lebendig. Naturkräfte nagen an ihr. Bitte bleiben Sie immer auf den markierten Wegen und klettern Sie nicht an den Abbruchkanten herum. Genießen Sie die wilde Schönheit mit Respektabstand.
Die neue Seebrücke & die historischen Salzhütten
Koserow hat in den letzten Jahren massiv aufgewertet. Das strahlende Aushängeschild ist die neue Seebrücke. Anders als die geraden Stege der Kaiserbäder, schlängelt sich die Koserower Brücke in Wellenform auf die Ostsee hinaus. Am Abend wird sie dezent beleuchtet – ein absolut magischer Ort für einen Abendspaziergang. Am Kopf der Brücke gibt es Sitz- und Liegemöglichkeiten sowie eine kleine Veranstaltungsbühne („Kino auf dem Meer“). Hier spürt man: Koserow geht mit der Zeit, verliert dabei aber nicht seine Seele.
Direkt am Fuße der Seebrücke reisen Sie zurück in die Vergangenheit. Die Koserower Salzhütten sind das wohl meistfotografierte Motiv der Bernsteinbäder. Diese kleinen, fast gedrungen wirkenden Fachwerkhäuschen dienten früher den Fischern als Lager für das kostbare Salz, um den Hering haltbar zu machen. Heute finden Sie dort Souvenirs und – viel wichtiger – exzellente Fischbrötchen.
Und dann ist da noch die Sache mit Vineta. Der Sage nach soll die reiche Stadt Vineta vor Koserow im Meer versunken sein, als Strafe für ihre Verschwendungssucht. Man sagt, sonntagskinder können bei ruhiger See noch die goldenen Glocken läuten hören. Ob Sie daran glauben oder nicht: Das „Vineta-Festspiel“, das jeden Sommer auf der Open-Air-Bühne in Zinnowitz (nur einen Katzensprung entfernt) stattfindet, hat seinen geistigen Ursprung hier in Koserow.
⚓ Traumdomizil Insider-Tipps für Koserow
🍓 Für Familien mit Kindern:
Koserow beherbergt „Karls Erlebnis-Dorf“. Ja, es ist kommerziell und ja, es ist oft voll. Aber: Für Kinder ist es das Paradies. Der Eintritt ist frei (Attraktionen kosten extra), und es ist die perfekte Rettung, wenn das Strandwetter mal einen Tag Pause macht. Planen Sie das am besten gleich früh morgens ein, um dem größten Trubel zu entgehen.
💑 Für Romantiker & Paare:
Verzichten Sie auf das teure Restaurant-Dinner und machen Sie es wie die Einheimischen: Holen Sie sich ein Fischbrötchen oder einen Räucherfisch bei den Salzhütten, eine Flasche Wein dazu, und setzen Sie sich auf die „Sonnenuntergangs-Kino“-Plätze ganz am Ende der neuen Seebrücke. Romantischer (und günstiger) geht es nicht.
🏺 Für Schatzsucher:
Nach einem Sturm ist der Strand unterhalb des Streckelsbergs der beste Ort, um Bernstein zu finden. Durch die Strömung und den Abtrag der Steilküste wird das „Gold des Meeres“ hier besonders oft freigelegt. Suchen Sie im Spülsaum zwischen dem Seetang – dort versteckt es sich gerne.
Loddin & Kölpinsee: Wo Natur den Takt vorgibt
Wenn Sie auf der Karte der Insel Usedom mit dem Finger von Koserow ein Stück weiter Richtung Osten fahren, landen Sie in einem Doppelort, der oft unterschätzt wird: Loddin mit seinem Ortsteil Kölpinsee. Bei Traumdomizil Usedom empfehlen wir diesen Flecken Erde besonders gerne Gästen, denen Koserow schon zu lebhaft und Ückeritz zu weitläufig ist. Loddin ist das „Dorf“ unter den Bernsteinbädern – im allerbesten Sinne.

Hier geht es nicht um Shopping oder Promenaden-Laufstege. Hier geht es um eine landschaftliche Schönheit, die fast schon kitschig wirkt: Hügelige Wiesen, dichter Küstenwald und Wasser, wohin man schaut. Loddin ist zweigeteilt: Das ursprüngliche Fischerdorf Loddin liegt am Achterwasser, während sich der Ortsteil Kölpinsee direkt an die Ostsee schmiegt.
Der Kölpinsee: Der Schwanensee hinter der Düne
Der Namensgeber des Ortsteils ist ein echtes Naturwunder. Der Kölpinsee ist ein etwa 28 Hektar großer Süßwassersee, der nur gut 200 Meter von der salzigen Ostsee entfernt liegt. Getrennt werden die beiden Gewässer nur durch eine Schutzdüne und den Deich. Wenn Sie hier spazieren gehen, hören Sie mit dem linken Ohr das Rauschen der Ostseebrandung und sehen mit dem rechten Auge die Schwäne majestätisch über den stillen See gleiten.
Ein gepflasterter Rundweg führt um den gesamten See (ca. 3,5 Kilometer). Das ist für mich eine der schönsten Jogging- oder Spazierstrecken der ganzen Insel. Mitten im See liegt die „Liebesinsel“. Betreten dürfen Sie diese zwar nicht (Vogelschutzgebiet!), aber sie bietet ein wunderbares Fotomotiv, besonders wenn der Morgennebel noch über dem Wasser hängt.
Loddiner Höft: Der schönste Blick über das Achterwasser
Verlassen wir die Ostsee und gehen ins Dorf Loddin. Hier ragt eine Halbinsel tief in das Achterwasser hinein: das Loddiner Höft. Wenn Sie gut zu Fuß sind, müssen Sie hierhin. Die Landschaft ändert sich dramatisch; es wirkt fast ein wenig wie im Auenland. Steile Hügel, ginsterbewachsene Hänge und Schafe, die als natürliche Rasenmäher fungieren.
Ganz an der Spitze des Höfts haben Sie einen fast 270-Grad-Panoramablick über das Achterwasser bis zum Lieper Winkel und zum Festland. Es ist einer dieser Orte auf Usedom, an denen man sich ganz klein fühlt und merkt, wie unwichtig der Stress des Alltags eigentlich ist. Besonders im Spätsommer, wenn die Heide blüht, ist das Loddiner Höft ein farbenprächtiges Naturschauspiel.
Ein Paradies für Feinschmecker
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: In Loddin kann man vielleicht am besten von allen Bernsteinbädern essen. Das liegt an der langen Tradition. Das Restaurant „Waterblick“ in Loddin ist weit über die Inselgrenzen hinaus bekannt – hier wird der Fisch (besonders der Hering und der Zander) noch so zubereitet, wie es sich gehört: ohne Schnickschnack, aber mit viel Butter und Können. In der Heringszeit (Frühjahr) pilgern die Einheimischen hierher. Wenn Sie also authentische, nordische Küche suchen, ist Loddin Ihre kulinarische Heimat.
⚓ Traumdomizil Insider-Tipps für Loddin & Kölpinsee
👴 Für Senioren & Genuss-Spaziergänger:
Der Rundweg um den Kölpinsee ist komplett barrierefrei und eben. Er ist ideal für Rollatoren oder wenn man einfach nicht mehr über Stock und Stein klettern möchte. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen und Enten-Beobachten ein.
🌅 Für den perfekten Sonnenuntergang:
Fahren Sie nicht an den Strand! Gehen Sie zum Loddiner Höft. Nehmen Sie sich eine Decke mit, setzen Sie sich oben auf die Steilküste am Achterwasser und warten Sie. Wenn die Sonne im Wasser versinkt, ist das Licht hier spektakulär – oft viel intensiver als an der Ostsee.
🐕 Für Hundehalter:
Loddin ist sehr entspannt. Neben dem Hundestrand an der Ostsee bietet gerade das Hinterland am Achterwasser tolle Gassirunden, wo weniger Betrieb ist als auf der Promenade. Aber Achtung am Loddiner Höft: Wegen der Schafe herrscht hier oft Leinenpflicht!
Ückeritz: Wald, Weite und das Erbe der Künstler
Als letztes Glied in der Kette der Bernsteinbäder – oder als erstes, wenn Sie aus Richtung der Kaiserbäder kommen – liegt Ückeritz. Wenn wir bei Traumdomizil Usedom Gäste beraten, die sagen: „Ich möchte unendliche Waldspaziergänge machen, aber trotzdem schnell mal im Trubel von Heringsdorf sein“, dann fällt die Wahl auf Ückeritz. Es ist das waldreichste Seebad der Insel und verströmt eine ganz eigene, fast schon meditative Atmosphäre.
Ückeritz ist weitläufig. Während sich in Zempin oder Koserow alles auf einen kleinen Kern konzentriert, streckt sich Ückeritz lang am Achterwasser und an der Ostsee entlang. Das gibt Ihnen Platz. Viel Platz. Selbst in der Hochsaison findet man hier im Küstenwald Ecken, in denen man mutterseelenallein ist.
Ein Dorf der Maler und Denker
Vielleicht liegt es an diesem besonderen Licht, das durch die hohen Kiefern bricht, oder an der Ruhe am Achterwasser: Ückeritz hat eine magische Anziehungskraft auf Künstler. In den 1930er Jahren war der Ort eine bedeutende Künstlerkolonie. Größen wie Otto Manigk oder Herbert Wegehaupt ließen sich hier inspirieren.
Diesen Geist spüren Sie noch heute. Es ist kein lauter Glamour, sondern eine feinsinnige Kultur. Besuchen Sie unbedingt das „Haus des Gastes“. Dort gibt es regelmäßig Ausstellungen der „Usedomer Maler“. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Landschaft, durch die Sie gerade spazieren, vor 80 Jahren auf Leinwand gebannt wurde. Ückeritz beweist, dass Usedom nicht nur Strand, sondern auch Kulturlandschaft ist.
Hafen Stagnieß: Die verborgene Perle am Achterwasser
Ein absoluter Geheimtipp, den selbst manche langjährigen Usedom-Fans übersehen, ist der Naturhafen Stagnieß. Er liegt etwas versteckt auf der Achterwasserseite. Hier ist die Zeit stehengeblieben. Es gibt keine großen Yachten, sondern kleine Segelboote und Fischerkähne.
Von hier aus starten auch Ausflugsschiffe über das Achterwasser. Eine Fahrt von Stagnieß aus ist völlig anders als eine Seefahrt auf der Ostsee. Das Wasser ist glatt, die Ufer sind mit Schilf bewachsen, und mit etwas Glück sehen Sie Seeadler kreisen. Es ist der perfekte Ort, um „runterzukommen“.
Action für die Familie: Hoch hinaus im Kletterwald
Doch Ückeritz kann auch anders. Direkt am Bahnhof, eingebettet in den mächtigen Buchen- und Kiefernwald, liegt der Kletterwald Usedom. Für Familien mit Kindern und Jugendlichen ist das ein Pflichttermin. Es gibt Parcours in allen Schwierigkeitsgraden, von „Bodennah für Zwerge“ bis „Adrenalin in den Wipfeln“.
Das Schöne daran: Während der Nachwuchs sich wie Tarzan fühlt, können die Eltern (oder Großeltern) wunderbar im Schatten der Bäume sitzen und die frische Waldluft genießen. Da Ückeritz so waldreich ist, ist es übrigens auch an heißen Sommertagen hier immer ein paar Grad angenehmer als auf der prallen Strandpromenade.
⚓ Traumdomizil Insider-Tipps für Ückeritz
🐕 Für Hundehalter (Top-Tipp!):
Ückeritz ist für Hunde vielleicht das beste Seebad überhaupt. Der Weg zum Strand führt fast immer durch den Wald (Schatten!), und der Hundestrand ist riesig und feinsandig. Da hier auch einer der größten Campingplätze Europas liegt, ist die Atmosphäre sehr locker und tierlieb.
🚂 Für Entdecker ohne Auto:
Ückeritz hat eine hervorragende Anbindung an die Usedomer Bäderbahn (UBB). Lassen Sie das Auto stehen! In nur wenigen Minuten sind Sie von hier aus mitten im Trubel von Bansin oder Heringsdorf, können dort flanieren und dann wieder in die himmlische Ruhe von Ückeritz zurückkehren. Das Ticket ist oft in der Kurkarte inkludiert (bitte aktuell prüfen!).
⛺ Für das besondere Urlaubsgefühl:
Auch wenn Sie bei Traumdomizil eine komfortable Ferienwohnung gebucht haben: Schlendern Sie mal abends über die Promenade beim Campingplatz. Dort gibt es oft Live-Musik, kleines Kino und eine sehr entspannte, fast mediterrane Stimmung, die man in den „steiferen“ Kaiserbädern so nicht findet.
Ferienwohnung Bernsteinbäder Usedom
Aktivitäten: Was Sie in den Bernsteinbädern erleben müssen
Egal, für welches der vier Bäder Sie sich entscheiden – sie liegen so nah beieinander, dass Sie die Highlights der gesamten Region nutzen können. Als Usedom-Veteran gibt es drei Dinge, die ich jedem Gast bei Traumdomizil Usedom ans Herz lege. Wenn Sie diese nicht gemacht haben, waren Sie eigentlich nicht hier.
1. Die Jagd nach dem Gold des Meeres
Sie heißen nicht umsonst Bernsteinbäder. Besonders nach stürmischen Tagen im Frühjahr oder Herbst, wenn der Wind aus Nord-Ost stand und Tang an den Strand gespült hat, bricht das Goldfieber aus. Ziehen Sie sich Gummistiefel an und gehen Sie in der Dämmerung an den Spülsaum. Suchen Sie nach kleinen, honiggelben Steinen zwischen dem schwarzen Holz und den Muscheln.
Profi-Tipp: Machen Sie den Zahntest. Klopft der Stein sanft gegen den Zahn, ist es Bernstein (Kunststoff klingt dumpfer, Steine klingen hart und klirrend). Und bitte: Vorsicht vor Phosphor (sieht ähnlich aus, ist aber gefährlich) – sammeln Sie nur in Blechdosen, niemals in der Hosentasche!
2. Radfahren auf dem Küstenradweg
Usedom ist eine Fahrrad-Insel. Der Küstenradweg verbindet alle Bernsteinbäder miteinander. Sie können morgens in Zempin starten und bequem bis nach Ückeritz und weiter in die Kaiserbäder radeln. Der Weg führt fast immer durch den Wald, ist windgeschützt und bietet immer wieder Durchbrüche mit Meerblick. Dank der vielen E-Bike-Verleihstationen in allen vier Orten ist das auch für weniger trainierte Waden ein Genuss.
3. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) nutzen
Ihr Auto hat Urlaub. Die UBB verbindet Zempin, Koserow, Kölpinsee und Ückeritz im 30- bis 60-Minuten-Takt. Es ist entspannt, günstig und Sie sehen Ecken der Insel, die Sie von der Straße aus nie sehen würden. Besonders im Sommer, wenn sich auf der B111 der Verkehr staut, sitzen Sie in der Bahn und winken lächelnd den Autofahrern zu.
Anreise: So kommen Sie entspannt an (ohne Stau-Frust)
Ich bin ehrlich zu Ihnen: Die Anreise nach Usedom kann – wenn man es falsch anstellt – eine Geduldsprobe sein. Es gibt im Wesentlichen nur zwei Zufahrtswege über Wasser, und in der Hochsaison wollen alle gleichzeitig auf die Insel. Damit Ihr Urlaub bei Traumdomizil schon entspannt beginnt, beachten Sie bitte Folgendes:
Das Nadelöhr: Die Peenebrücke Wolgast
Wenn Sie aus Richtung Norden oder Westen (Hamburg, Berlin via A20) kommen, fahren Sie über Wolgast. Hier müssen Sie über die „Blaue Brücke“. Diese Brücke ist eine Klappbrücke. Wenn Schiffe kommen, geht sie hoch – und dann stehen Sie.
Die Brücke öffnet mehrmals täglich für ca. 15–30 Minuten. In dieser Zeit staut sich der Verkehr kilometerweit zurück.
🚗 Wichtiger Hinweis für Autofahrer
Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Brückenöffnungszeiten (suchen Sie nach „Brückenöffnungszeiten Wolgast aktuell“). Planen Sie Ihre Ankunft so, dass Sie mindestens 30 Minuten vor oder nach einer Öffnung dort sind.
Alternative: Wenn Sie aus Richtung Berlin kommen, nutzen Sie die südliche Anreise über Anklam und die Zecheriner Brücke. Das ist oft ein kleiner Umweg, spart aber in der Hochsaison oft eine Stunde Nerven.
Entspannt mit der Bahn oder dem Flieger
Viel stressfreier ist die Anreise mit der Bahn bis Züssow und dann weiter mit der UBB direkt bis in Ihr Bernsteinbad. Oder Sie nutzen den Flughafen Heringsdorf (HDF), der in der Saison von einigen deutschen Großstädten direkt angeflogen wird. Von dort sind es nur ca. 25 Minuten Transfer zu den Bernsteinbädern.
Fazit: Welches Bernsteinbad passt zu mir?
Sie haben jetzt viel gelesen. Damit Sie die richtige Entscheidung für Ihren Urlaub bei Traumdomizil Usedom treffen, habe ich hier meine ganz persönliche Entscheidungshilfe für Sie zusammengefasst:
| Ort | Perfekt für… | Charakter |
|---|---|---|
| Zempin | Ruhesuchende, Puristen, Paare | Klein, fein, ursprünglich. Das „Anti-Stress-Bad“. |
| Koserow | Familien, Unternehmungslustige, Senioren | Die goldene Mitte. Viel Infrastruktur, neue Seebrücke, lebendig. |
| Loddin / Kölpinsee | Wanderer, Feinschmecker, Naturfreunde | Idyllisch am See, kulinarisch top, ländlich. |
| Ückeritz | Hundebesitzer, Camper-Feeling, Künstler | Weitläufig, waldreich, ungezwungen. |
Die Bernsteinbäder sind das Herz von Usedom. Sie sind nicht so laut wie der Norden und nicht so etepetete wie die Kaiserbäder. Sie sind genau richtig.
Haben Sie Ihren Favoriten gefunden? Wir bei Traumdomizil Usedom kennen fast jeden Vermieter persönlich und haben genau die Unterkunft, die zu Ihren Wünschen passt – ob mit Meerblick, eingezäuntem Grundstück für den Hund oder barrierefrei.
Bernsteinbäder Usedom: Häufige Fragen
Kurz und knapp: Expertenwissen to go.
Welche Orte gehören genau zu den Bernsteinbädern?
Der Verbund der "Usedomer Bernsteinbäder" besteht exakt aus vier Seebädern: Zempin, Koserow, Loddin (mit dem Ortsteil Kölpinsee) und Ückeritz. Sie liegen alle zentral in der Inselmitte zwischen Ostsee und Achterwasser.
Welches Bernsteinbad ist das schönste?
Das kommt darauf an, was Sie suchen:
- Zempin: Für absolute Ruhesuchende.
- Koserow: Für Familien und alle, die eine Seebrücke und etwas Leben wollen.
- Loddin/Kölpinsee: Für Naturliebhaber und Gourmets.
- Ückeritz: Für Camper, Wald-Fans und Künstler.
Wo finde ich am besten Bernstein?
Die besten Chancen haben Sie nach Herbst- und Winterstürmen (Wind aus Nord-Ost!), wenn das Wasser kalt ist (4 Grad ist ideal, da Bernstein dann oben schwimmt). Hotspots sind die Strände unterhalb des Streckelsbergs in Koserow und der Strandabschnitt zwischen Ückeritz und Bansin. Suchen Sie im dunklen Spülsaum (Holzreste/Tang).
Was ist der Unterschied zu den Kaiserbädern?
Die Kaiserbäder (Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin) sind städtisch, prunkvoll und architektonisch geprägt (Bäderarchitektur). Die Bernsteinbäder sind dörflicher, grüner und ursprünglicher. Hier dominiert die Natur, nicht die Villa. Wer flanieren und shoppen will, fährt in die Kaiserbäder. Wer entspannen und wandern will, kommt in die Bernsteinbäder.
Sind die Bernsteinbäder günstiger als die Kaiserbäder?
Tendenziell ja. Während in der ersten Reihe von Heringsdorf Höchstpreise aufgerufen werden, ist das Preisniveau in den Bernsteinbädern oft etwas moderater, besonders in der Gastronomie. Dennoch ist Usedom insgesamt eine Premium-Destination. Bei Traumdomizil Usedom finden wir aber für fast jedes Budget eine passende Lösung.
Brauche ich vor Ort ein Auto?
Nein. Die Anbindung durch die Usedomer Bäderbahn (UBB) ist exzellent. Alle vier Orte haben eigene Bahnhöfe. Zudem verbindet der Küstenradweg alle Orte. Ein Auto ist eher hinderlich (Parkgebühren, Stau auf der B111), besonders in der Hochsaison.
Wie hoch ist die Kurtaxe in den Bernsteinbädern?
Die Orte sind untereinander vernetzt. Sie zahlen die Kurtaxe (in der Hauptsaison ca. 2,70 € bis 3,90 € pro Tag/Person, je nach aktuellem Satz) und erhalten die "UsedomCard". Damit können Sie den Strand in allen Seebädern der Insel nutzen und Bus & Bahn sind teilweise inkludiert (bitte aktuelle Konditionen auf der Kurkarte prüfen!).
Sind die Bernsteinbäder gut für Hunde geeignet?
Absolut. Durch die vielen Wälder (Schatten!) und die etwas leereren Strände sind sie sogar besser geeignet als die vollen Kaiserbäder. Besonders Ückeritz und Zempin haben sehr weitläufige Hundestrände und hundefreundliche Vermieter.
Was mache ich bei Regen?
Besuchen Sie Karls Erlebnis-Dorf in Koserow (ideal für Kinder), das Atelier Otto-Niemeyer-Holstein in Lüttenort (Kultur) oder fahren Sie kurz nach Zinnowitz in die "Bernsteintherme" (Wellness/Schwimmen). Auch das Museum "Uns olle School" in Zempin ist einen Besuch wert.
Kann man im Achterwasser baden?
Ja, aber es ist anders als in der Ostsee. Das Wasser ist süß (Brackwasser), oft wärmer, aber der Boden ist schlammiger und es gibt Schilf. Es gibt Badestellen in Ückeritz und am Loddiner Höft. Es ist ideal für Surfer, Kiter und Stand-Up-Paddler, da es meist flach und wellenarm ist.
Wo kann ich einkaufen?
In Koserow und Ückeritz finden Sie große Supermärkte (Aldi, Netto, Edeka) und Drogerien, die in der Saison (Bäderregelung) oft auch sonntags geöffnet haben. Zempin und Loddin haben kleinere Einkaufsmöglichkeiten oder Bäcker, sind für den Großeinkauf aber auf die Nachbarorte angewiesen.
Gehört Karls Erdbeerhof zu den Bernsteinbädern?
Ja, "Karls Erlebnis-Dorf" liegt direkt an der B111 in Koserow. Es ist einer der größten Besuchermagneten der Insel. Unser Tipp: Nutzen Sie die Bahn bis Koserow, um Staus bei der Anfahrt zum Parkplatz zu vermeiden.
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