Swinemünde Usedom entdecken: Der ultimative Guide

Swinemünde Usedom

Swinemünde Usedom: Vergessen Sie das Bild vom grauen Grenzort mit billigem Kaffee und Zigarettenstangen. Swinemünde (Świnoujście) hat sich in den letzten Jahren zum dynamischen Kraftzentrum der Insel Usedom entwickelt. Hier trifft preußische Bäderarchitektur auf gläserne Luxus-Tower, und rauer Industriehafen auf den breitesten Sandstrand der Ostsee.

Aber Vorsicht: Wer ohne Plan kommt, landet im Stau vor der Stadtfähre oder in der Touristenfalle zwischen Billig-Ramsch und überteuerten Promenaden-Schnitzeln. In diesem Guide erfahren Sie nicht, was im Hochglanz-Prospekt steht, sondern wie die Stadt wirklich tickt. Wir blicken hinter die Fassaden der neuen Promenade, zeigen Ihnen die ungeschminkte Seite der Insel Wollin und erklären, warum der neue Tunnel die Spielregeln für Ihren Urlaub komplett verändert hat.

Ehrlich, nordisch, direkt – Swinemünde ist für Entdecker, nicht für Pauschaltouristen.

Swinemünde Usedom: Das urbane Herz der Insel Usedom

Während die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin oft wie aus der Zeit gefallen wirken, ist Swinemünde (Świnoujście) auf der Insel Usedom das pulsierende, laute und manchmal widersprüchliche Zentrum der Insel. Hier leben über 40.000 Menschen. Das ist keine reine Touristen-Retorte, sondern eine echte Stadt mit Industrie, einem der wichtigsten Häfen der Ostsee und einer Dynamik, die man auf der deutschen Seite vergeblich sucht.

Swinemünde ist die einzige Stadt, die sich über drei bewohnte Inseln erstreckt: Usedom, Wollin und Karsibór (Kaseburg). Wer nur die Promenade kennt, hat Swinemünde nicht gesehen. Die Stadt fordert den Besucher heraus – sie ist moderner als der Rest der Insel, aber an vielen Ecken auch rauer. Hier trifft polnischer Stolz auf preußisches Erbe. Wer Champagner-Schickimicki sucht, ist hier falsch. Wer aber das echte Leben an der Ostsee, unendliche Sandstrände und eine Prise Abenteuer sucht, ist hier genau richtig.

Von Preußen nach Polen: Eine bewegte Geschichte

Man kann Swinemünde nicht verstehen, wenn man die Geschichte ignoriert. Gegründet wurde der Ort im 18. Jahrhundert von Friedrich dem Großen. Der Grund war rein strategisch: Preußen brauchte einen Zugang zum Meer, ohne den Schweden im Sund Zoll zahlen zu müssen. Swinemünde wurde zum „Seehafen von Berlin“.

Historisches Swinemünde Usedom

Im 19. Jahrhundert folgte der Aufstieg zum Weltbad. Die prachtvollen Villen im heutigen Kurviertel zeugen noch heute von dieser Ära. Doch der 12. März 1945 änderte alles: Ein massiver Luftangriff zerstörte weite Teile der Stadt und forderte tausende Opfer. Nach dem Krieg wurde die Stadt polnisch, die deutsche Bevölkerung vertrieben und Swinemünde für Jahrzehnte zum Sperrgebiet der sowjetischen Marine.

Erst nach 1989 und insbesondere mit dem EU-Beitritt Polens 2004 begann die rasante Transformation. Heute erleben wir ein Swinemünde, das sich neu erfindet. Es wird investiert wie nirgendwo sonst an der Ostsee. Das Ergebnis ist ein Mix aus sorgsam restaurierten Altbauten und kühner moderner Architektur, die fast schon an Miami erinnert – nur eben mit kühlerem Wind.

💡 Traumdomizil-Experten-Tipp

Für Familien: Schauen Sie sich mit den Kindern die alten preußischen Festungsanlagen an. Das ist spannender als jeder Geschichtsunterricht und bietet Platz zum Toben.

Für Hundehalter: Meiden Sie die Hauptpromenade in der Hochsaison. Die Stadt ist extrem hundefreundlich, aber die Menschenmassen dort stressen jedes Tier. Nutzen Sie die Waldwege Richtung Grenze.

Für Paare & Senioren: Machen Sie einen Spaziergang im Kurpark (Park Zdrojowy). Er wurde von Peter Joseph Lenné entworfen – dem „Garten-Star“ Preußens. Hier finden Sie die Ruhe, die an der Promenade fehlt.

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Anreise-Logistik: Tunnel, Fähre und Park-Chaos

Lange Zeit war die Anreise nach Swinemünde ein Geduldsspiel. Man stand stundenlang an der Fähre, während die Möwen über einem lachten. Seit Juni 2023 hat der Swinetunnel alles verändert. Er verbindet die Inseln Usedom und Wollin in etwa zwei Minuten. Aber Achtung: Das hat auch Tücken.

Der Swinetunnel: Fluch und Segen

Der Tunnel ist mautfrei und rund um die Uhr geöffnet. Er ist die Lebensader für alle, die über das polnische Festland (Stettin/S3) anreisen.
Mein Experten-Rat: Achten Sie penibel auf die Geschwindigkeit (Durchschnittsgeschwindigkeitsmessung!). Die polnische Polizei versteht hier keinen Spaß, und die Bußgelder sind mittlerweile drakonisch.

Die Fähren: Wer darf wo rauf?

Es gibt zwei Fährverbindungen, und hier machen Touristen die meisten Fehler:

  • Stadtfähre (Bielik): Mitten im Zentrum. Diese Fähre ist tagsüber nur für Einheimische (Kennzeichen ZSW) und Pendler mit Ausnahmegenehmigung reserviert. Als Tourist mit dem Auto werden Sie hier weggeschickt. Fußgänger und Radfahrer dürfen jedoch immer kostenlos mit.
  • Kaseburger Fähre (Karsibór): Früher die Hauptfähre für alle. Heute dient sie primär für Gefahrguttransporte, Traktoren und als Backup, falls der Tunnel gesperrt ist. Wenn Sie nicht gerade einen Gastankwagen fahren, nutzen Sie den Tunnel.

Parken: Die größte Falle der Stadt

Swinemünde hat ein massives Parkplatzproblem. Das gesamte Kurviertel ist eine kostenpflichtige Parkzone (SPP). Die Automaten akzeptieren Karten und Münzen, aber wer kein Ticket zieht oder die Zeit um fünf Minuten überzieht, bekommt sofort eine „Zusatzgebühr“ von oft 200 Złoty oder mehr verpasst.

Die vier Gesichter der Promenade

Swinemünde hat nicht nur eine Promenade, sondern eigentlich vier, die parallel oder hintereinander verlaufen. Jede hat ein völlig anderes Publikum:

1. Die Historische Promenade

Hier stehen die prachtvollen Villen im Stil der Bäderarchitektur. Es ist die „gute Stube“. Hier flanieren Senioren und Paare, es gibt klassische Cafés und Kurkonzerte. Wer es gediegen mag, bleibt hier.

2. Die „Neue“ Promenade (Promenada Zdrowia)

Ein moderner Streifen zwischen Wald und der alten Promenade. Hier gibt es Radwege, Outdoor-Fitnessgeräte, Nebelduschen und moderne Architektur. Perfekt für Sportler und Familien.

3. Die Strandpromenade

Ein Holzsteg direkt in den Dünen. Hier haben Sie den besten Blick auf die Ostsee, ohne von Souvenir-Ständen erschlagen zu werden. Ideal für den Sundowner.

4. Die „Dubai“-Meile

Der Bereich um das Radisson Blu und das Hilton. Hier ist es laut, gläsern und teuer. Das ist das moderne Polen: Luxus-Shopping, Rooftop-Bars und Sehen-und-Gesehen-Werden.

Der Strand: Platzhirsch der Ostsee

Mit bis zu 200 Metern Breite ist der Strand von Swinemünde der breiteste der Insel Usedom. Der Sand ist feiner als in den Kaiserbädern, und das Wasser ist hier oft ein Grad wärmer, weil die Bucht flacher ist. Aber: In der Hochsaison herrscht hier „Windschutz-Krieg“ (Parawaning). Die Polen lieben ihre bunten Stoffwände – ein Anblick, an den man sich gewöhnen muss.

💡 Traumdomizil-Experten-Tipp

Für Familien: Parken Sie nicht im Zentrum. Nutzen Sie die bewachten Parkplätze (Parking strzeżony) etwas abseits der Promenade. Die 10 Euro am Tag sind gut investiertes Geld gegen den Stress eines Strafzettels.

Für Hundehalter: Der offizielle Hundestrand befindet sich ganz im Westen, kurz vor der Grenze zu Ahlbeck (Sektor am Ende der ulica Uzdrowiskowa). Dort gibt es auch eine Hundedusche – ein seltener Luxus!

Für Paare & Senioren: Nutzen Sie die Abendstunden auf dem West-Fort oder an der Mühlenbake. Wenn die Tagestouristen weg sind, entfaltet die Hafeneinfahrt eine fast magische Ruhe.

Insel Wollin: Leuchtturm, Festungen und Industrie

Swinemünde hört nicht am Westufer der Swine auf. Wer die Stadt wirklich begreifen will, muss rüber auf die Insel Wollin. Früher bedeutete das: Warten an der Fähre. Heute schießen Sie durch den Tunnel und sind in wenigen Minuten in einer völlig anderen Welt. Während die Usedom-Seite das „Bad“ ist, ist die Wollin-Seite das „Herz“ aus Stahl, Stein und Geschichte.

Der Gigant: Der höchste Leuchtturm der Ostsee

Mit 65 Metern Höhe ist der Swinemünder Leuchtturm (Latarnia Morska) ein echtes Monster aus Backstein. 308 Stufen trennen Sie von einer Aussicht, die bei gutem Wetter bis nach Rügen reicht.
Kritischer Hinweis: Die Umgebung des Leuchtturms ist industriell geprägt (LNG-Terminal). Erwarten Sie keine idyllische Parklandschaft, sondern rauen Charme.

Preußische Power: Fort Gerhard und die Engelsburg

Swinemünde war einst die am stärksten befestigte Stadt der Region. Drei große Forts sind heute noch erhalten und können besichtigt werden:

  • Fort Gerhard (Wollin-Seite): Mein Favorit. Hier wird Geschichte nicht nur ausgestellt, sondern gelebt. Die Führungen (oft zweisprachig) haben einen militärisch-humorvollen Drill. Ideal für Leute, die keinen trockenen Museumsbesuch wollen.
  • Engelsburg (Fort Anioła): Auf der Usedom-Seite gelegen, dem Mausoleum der Engelsburg in Rom nachempfunden. Architektur-Fans kommen hier auf ihre Kosten.
  • Westfort (Fort Zachodni): Direkt an der Hafeneinfahrt. Hier sieht man die Entwicklung von der preußischen Küstenbatterie bis hin zur sowjetischen Nutzung.

Der Polenmarkt: Zwischen Kult und Kitsch

Tacheles: Der „Polenmarkt“ an der Grenze (ul. Wojska Polskiego) ist für viele der Hauptgrund für einen Trip nach Swinemünde. Aber lassen wir die Romantik weg. Es ist ein Labyrinth aus Holzbuden, Planen und Betonwegen.

Was Sie dort finden? Jede Menge Billig-Textilien („Marken“ mit Rechtschreibfehlern), Zigaretten, Kunstlederjacken und Garten-Zwerge. Ist es authentisch? Kaum. Ist es günstig? Teilweise.

Mein Experten-Rat zum Markt:
Suchen Sie nach den Ständen mit regionalen Lebensmitteln (Honig, Käse, Wurst) – die sind oft exzellent. Alles, was nach „High-End-Elektronik“ oder „Designer-Tasche“ aussieht, sollten Sie mit gesundem Skeptizismus betrachten. Handeln ist erlaubt, aber erwarten Sie keine Wunder. Wer Qualität sucht, geht lieber in die modernen Einkaufszentren wie das „Corso“ im Stadtzentrum.

💡 Traumdomizil-Experten-Tipp

Für Familien: Besuchen Sie Fort Gerhard auf der Wollin-Seite. Die Kinder können „rekrutiert“ werden und bekommen am Ende eine Urkunde. Das ist Abenteuer pur und deutlich besser als jeder Spielplatz.

Für Hundehalter: Rund um das Westfort und die Engelsburg gibt es weitläufige Wald- und Parkflächen. Perfekt, um dem Trubel des Polenmarktes zu entkommen und dem Hund Schatten zu gönnen.

Für Paare & Senioren: Wenn Sie zum Leuchtturm wollen, nutzen Sie die kleinen Ausflugsschiffe ab der Stadtseite. Die Fahrt durch das Hafenbecken vorbei an den riesigen Kränen und Fähren ist oft spannender als die eigentliche Besichtigung.

Karsibór: Das vergessene Paradies für Naturliebhaber

Wenn Ihnen der Trubel an der Promenade den letzten Nerv raubt, habe ich ein Gegenmittel: Karsibór (Kaseburg). Die dritte bewohnte Insel von Swinemünde ist das krasse Gegenteil zur glitzernden Hotel-Welt. Hier gibt es keine Hochhäuser, sondern Schilfgürtel, alte Fischerkaten und eine Stille, die man auf Usedom sonst suchen muss.

Natur pur: Karsiborska Kępa

Für Vogelliebhaber ist das Reservat „Karsiborska Kępa“ ein Muss. Über 140 Vogelarten brüten hier. Es ist ein Ort für Gummistiefel, nicht für Flip-Flops. Wer hierher kommt, will keine Action, sondern den Wind im Schilf hören.

Geschichte im Gebüsch: Das U-Boot-Becken

Für die Geschichts-Nerds unter Ihnen: Auf Karsibór befinden sich die Überreste eines ehemaligen U-Boot-Beckens der Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg. Es ist heute ein etwas verfallener, fast schon „Lost Place“-artiger Ort. Kein Museum mit Eintrittskarte, sondern raue Realität. Man kann die massiven Betonstrukturen noch sehen – ein schaurig-schöner Kontrast zur Naturidylle drumherum.

Essen in Swinemünde: Fischbrötchen oder Piroggen?

Wer in Swinemünde „Schnitzel mit Pommes“ bestellt, ist selbst schuld. Die Stadt bietet kulinarisch so viel mehr, wenn man die Touristenfallen an der ersten Reihe der Promenade meidet.

BigosDie „Milchbar“-Kultur (Bar Mleczny)

Wollen Sie essen wie die Einheimischen? Suchen Sie nach einer Bar Mleczny. Das sind Relikte aus der sozialistischen Zeit, die heute ein Comeback feiern. Hier gibt es keine Kellner mit weißen Handschuhen, sondern ehrliche, hausgemachte polnische Küche zu Preisen, bei denen man zweimal hinschaut.
Pflichtprogramm: Pierogi (gefüllte Teigtaschen), Żurek (eine säuerliche Mehlsuppe mit Wurst und Ei) oder Bigos (Krauttopf).

Fisch: Direkt vom Kutter

Gehen Sie zum Hafen, nicht zur Promenade, wenn Sie Fisch essen wollen. Suchen Sie nach den kleinen Räuchereien. Ein „Fischbrötchen“ heißt hier meistens einfach nur geräucherter Fisch auf die Hand oder im Papier. Achten Sie darauf, was die Fischer selbst essen.

Shopping jenseits des Polenmarktes

Vergessen Sie für einen Moment die Plastikplanen des Marktes. Wenn Sie wirklich shoppen wollen, gehen Sie ins Corso Handelszentrum in der Innenstadt. Hier kaufen die Polen ein. Moderne Marken, gute Qualität und faire Preise. Für Lebensmittel empfehle ich Supermärkte wie „Biedronka“ oder „Lidl“ auf der polnischen Seite – die Auswahl an polnischen Wurstwaren und Süßigkeiten (Ptasie Mleczko!) ist gigantisch und ein tolles Mitbringsel.

💡 Traumdomizil-Experten-Tipp

Für Familien: In Karsibór gibt es einen tollen Kanu-Verleih. Die Gewässer sind ruhig (Rückdelta der Swine), und man kann mit den Kindern sicher rumpaddeln, ohne Angst vor der offenen Ostsee zu haben.

Für Hundehalter: Karsibór ist das ultimative Auslaufgebiet. Hier stört sich niemand an einem Hund, der mal über die Wiese flitzt. Achtung aber in den Naturschutzgebieten: Dort herrscht strikte Leinenpflicht wegen der Brutvögel!

Für Paare & Senioren: Probieren Sie das Restaurant „Nebbiolo“ oder schauen Sie in die oberen Etagen der neuen Hotels an der Promenade für einen Cocktail mit Aussicht. Aber für das echte Abendessen: Gehen Sie in die Stadt (Centrum), weg vom Wasser. Dort ist das Preis-Leistungs-Verhältnis doppelt so gut.

Ferienwohnung Swinemünde Usedom

Wellness & Kuren: Luxus zum fairen Preis?

WellnessSwinemünde ist heute Polens Wellness-Hauptstadt. Während man in Deutschland oft für ein in die Jahre gekommenes Schwimmbad mit Saunaaufguss ein Vermögen zahlt, bieten die neuen Hotels (Radisson, Hilton, Hamilton) in Swinemünde Aquaparks und Spa-Bereiche auf internationalem Top-Niveau.

Die Kehrseite: In der Nebensaison verwandelt sich die Stadt in ein riesiges Sanatorium. Das ist toll für Senioren, die hochwertige Anwendungen zu einem Bruchteil der deutschen Preise suchen. Für junge Leute kann das „Kur-Ambiente“ aber manchmal etwas bieder wirken. Wer Action sucht, sollte in die Bars der neuen Promenade – wer Heilung sucht, geht in die Kurkliniken im Viertel hinter dem Park.

Übergreifende Aktivitäten: Mehr als nur Strand

  • Radfahren ohne Grenzen: Der grenzüberschreitende Radweg zwischen Swinemünde und den Kaiserbädern ist Weltklasse. Man merkt den Grenzübergang nur noch an der Sprache der Schilder. Tipp: Fahren Sie landeinwärts Richtung Kamminke (Stettiner Haff) – dort ist es hügelig, ruhig und Sie haben einen genialen Blick.
  • Hafenrundfahrten: Machen Sie nicht die Standard-Tour. Suchen Sie nach kleineren Booten, die bis zum LNG-Terminal und den großen Werften auf der Wolliner Seite fahren. Das ist „Industrial Romantics“ pur.

Insider-Tipps zur (Ab-)Reise: Stau-Fallen umgehen

Der Swinetunnel hat das Nadelöhr in der Stadt beseitigt, aber die Insel Usedom bleibt eine Insel mit nur zwei Zufahrten auf deutscher Seite (Wolgast und Zecherin).

Die Brücken-Taktik

Wenn Sie Richtung Deutschland abreisen, checken Sie vorher die Brückenöffnungszeiten von Wolgast und Zecherin. Wenn die Brücke oben ist, staut es sich bis nach Swinemünde zurück.
Mein Insider-Tipp: Wenn der Tunnel auf polnischer Seite voll ist oder die deutschen Brücken dicht sind, fahren Sie über die Insel Wollin Richtung Stettin (S3) und dann über die A20. Das ist oft ein Umweg von 40 Kilometern, spart Ihnen aber in der Hauptsaison zwei Stunden Standzeit im Wald.

Ehrliches Fazit: Wer wird Swinemünde lieben?

Swinemünde ist kein Ort für Menschen, die die totale Einsamkeit suchen. Es ist eine Stadt am Meer. Hier ist es laut, hier wird gebaut, hier wird gelebt.

Zielgruppe Eignung Warum?
Familien Hoch Breiter Strand, Aquaparks, spannende Forts, moderate Preise bei Eis und Pizza.
Hundehalter Mittel Toller Hundestrand, aber die Stadt selbst ist im Sommer zu voll und heiß für Pfoten.
Paare Hoch Schicke Sky-Bars, lange Abendspaziergänge, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis beim Essen.
Senioren Exzellent Flache Wege, erstklassige medizinische Anwendungen, deutschsprachiges Personal in fast allen Hotels.

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💡 Traumdomizil-Experten-Tipp

Für Familien: Nutzen Sie die Usedomer Bäderbahn (UBB). Manchmal ist es stressfreier, das Auto am Hotel zu lassen und für ein paar Złoty nach Ahlbeck oder Heringsdorf rüberzufahren.

Für Hundehalter: Achten Sie auf die „Hundekot-Tütenspender“. In Polen wird mittlerweile sehr penibel darauf geachtet, dass der Strand sauber bleibt. Verstöße werden teuer.

Für Paare & Senioren: Buchen Sie Anwendungen im Voraus! Die besten Termine in den Spas sind oft schon Wochen vorher an Stammgäste vergeben.

Swinemünde Usedom: Häufig gestellte Fragen(FAQ)

1. Kann ich in Swinemünde mit Euro bezahlen?

Theoretisch ja, an der Promenade und auf dem Polenmarkt wird der Euro oft akzeptiert. Aber: Der Wechselkurs ist meistens mies. Mein Tipp: Zahlen Sie mit Karte (Kreditkarte/Debitkarte) und wählen Sie am Terminal immer "Zahlung in Złoty", um den besseren Kurs Ihrer Bank zu bekommen.

2. Sprechen die Leute in Swinemünde Deutsch?

In Hotels, Restaurants und an der Promenade kommen Sie mit Deutsch sehr gut durch. Je weiter Sie ins Stadtzentrum oder auf die Insel Wollin kommen, desto hilfreicher ist ein bisschen Englisch oder ein freundliches "Dzień dobry" (Guten Tag).

3. Kostet die Fahrt durch den Swinetunnel Gebühren?

Nein, der Tunnel ist aktuell komplett mautfrei. Er ist die schnellste Verbindung zwischen Usedom und dem polnischen Festland.

4. Wo finde ich den Hundestrand in Swinemünde?

Der offizielle Hundestrand befindet sich am westlichen Ende der Stadt, kurz vor dem Grenzübergang nach Ahlbeck (Verlängerung der ulica Uzdrowiskowa). Er ist gut markiert und bietet viel Platz.

5. Ist der Polenmarkt sicher?

Ja, der Markt ist sicher. Aber wie an jedem Ort mit vielen Menschen gilt: Achten Sie auf Ihre Wertsachen (Taschendiebe). Lassen Sie sich nicht auf zwielichtige Angebote "unter dem Ladentisch" ein.

6. Darf ich mit meinem deutschen Parkticket in Swinemünde parken?

Nein. Die Parkzonen in Polen sind eigenständig. Sie müssen am lokalen Automaten (oder per App wie mPay/EasyPark) ein neues Ticket ziehen. Die Kontrollen sind extrem streng.

7. Gibt es eine Kurtaxe in Swinemünde?

Ja, es gibt eine Kurabgabe (Uzdrowiskowa). Wenn Sie im Hotel übernachten, wird diese meist direkt dort abgerechnet. Tagestouristen müssen am Strandzugang kein separates Ticket lösen, wie man es aus den Kaiserbädern kennt.

8. Wann haben die Geschäfte in Swinemünde geöffnet?

Wochentags meist bis 20:00 oder 21:00 Uhr. Wichtig: In Polen gibt es ein Sonntagsfahrverbot für den Handel. Große Malls (Corso) und Supermärkte sind an Sonntagen meist geschlossen (außer an wenigen verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr). Kleine Kioske (Żabka) haben oft trotzdem offen.

9. Kann ich mit dem Fahrrad nach Deutschland fahren?

Ja, absolut. Der Radweg über die Grenze ist hervorragend ausgebaut. Sie erreichen Ahlbeck in etwa 15-20 Minuten ganz entspannt mit dem Rad.

10. Was mache ich im medizinischen Notfall?

Swinemünde hat ein städtisches Krankenhaus (Szpital Miejski). Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) werden Sie dort behandelt. Es gibt zudem viele deutschsprachige Privatärzte im Kurviertel.

11. Lohnt sich ein Ausflug auf die Insel Wollin?

Ja, definitiv. Allein für den Leuchtturm und das Fort Gerhard lohnt sich die Fahrt durch den Tunnel. Es ist die perfekte Ergänzung zum Strandleben auf der Usedomer Seite.

12. Ist das Leitungswasser in Swinemünde trinkbar?

Ja, das Wasser entspricht den EU-Standards. Es ist aber oft sehr kalkhaltig und kann leicht nach Chlor schmecken. Für Kaffee oder Tee ist es okay, als reines Erfrischungsgetränk kaufen viele lieber Mineralwasser (Woda mineralna).

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